„Ein jeder Kindergarten sollte eine Stätte sein, in der die Kindheitskräfte der Menschheit mit Liebe empfangen und behütet werden. Die ersten Schritte in die Lebensaufgabe des Menschen sind folgenschwer für den ganzen Lebenslauf. Jedes Kind bringt sein Schicksal mit, aber auch das Vertrauen, sich am Vorbild des Erwachsenen nachahmend in dieser Welt zu orientieren.
Möge der Waldorfkindergarten eine solche Stätte sein, in der Eltern und Erzieher in Harmonie zusammensitzen, im Dienste dieser großen Aufgabe.


(Helmut von Kügelgen)

 

Drei Thesen zur Erziehung (von Helmut von Kügelgen):

  1. Wir wollen unsere Kinder zum Selbstbewusstsein und zur Selbstfindung hinführen, sie gegen Abhängigkeit und leichte Manipulierbarkeit ausrüsten, damit sie, einmal auf sich selbst gestellt, aus der eigenen Persönlichkeitsstruktur heraus denken, urteilen und handeln können.

  2. Wir wollen unseren Kindern die Fähigkeit und Übung zu zwischenmenschlichen Beziehungen, zur Wahrnehmung des anderen Menschen, zu sozialer Begabtheit und zur Verantwortlichkeit in der zeitgenössischen Gesellschaft hinführen.

  3. Wir sehen in der schöpferischen, initiativen Begabung (Kreativität) den wesentlichen Ansatz zu innerer Beweglichkeit (Mobilität) und zum produktiven Arbeitseinsatz aus ichhaft entfalteten Willenskräften.